26
Februar
2017

Da waren es nur noch zwei

Neue Erfahrungen

Es ist schon ein wenig ungewohnt, wenn von einer Herde mit ehemals sechs Pferden gleichzeitig nur noch zwei da sind, die unseren Offenstall bewohnen. Zum Wochenende hat uns nun auch unser Gastpferd Rocko nach knapp einem Jahr endgültig verlassen, weil seine Besitzerin andere Wege gehen möchte. Ihr reichen die Möglichkeiten nicht, die unser kleine Hobbyranch zu bieten hat. Wir haben nun mal keinen Reitstall, der einen befestigten Reitplatz oder gar eine Reithalle bietet und regen Betrieb, der einen umfangreichen Austausch mit vielen anderen Reitern gewähreistet. Auch ein umfangreiches Ausreitgelände liegt nicht direkt vor unserer Haustüre.

Für uns war und ist es aber auch wichtiger, dass unsere Pferde eine möglichst artgerechte Haltung genießen mit den Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen. Dazu gehört, dass unsere Pferde rund um die Uhr die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen, natürlich aber nur innerhalb unserer Grundstücksgrenzen. :) Heu steht unseren Pferden unbegrenzt zur Verfügung, sie erhalten regelmäßig Weidegang, wenn das Wetter es zuläßt und ein Unterstand steht ihnen in Form eines Offenstalles jederzeit bereit. Lediglich eine größere Herde mit vielen Artgenossen können wir nun im Moment nach dem tragischen Verlust von Sandro kurz vor Weihnachten und dem Weggang von Rocko nicht bieten. Aber das kann sich auch wieder ändern.

Pferde im Offenstall

Wenn ich die letzten 20 Jahre so Revue passieren lasse von unseren Anfängen bis heute, dann durften und mussten wir manchmal auch so einiges lernen in dieser Zeit mit und von unseren Pferden. Angefangen hat es damals mit dem Pony Laura, das wir von Bekannten übernahmen, obwohl wir von Pferdehaltung nicht viel Ahnung hatten. Schnell kamen dann mit Fallada und Fabienne zwei Vollblüter dazu, die sonst beim Schlachter gelandet wären, wobei uns vor allen Dingen Fallada ein großer Lehrmeister war. Mit Fee kam vor 19 Jahren mein erstes Pferd dazu und als Späteinsteiger bin ich so zum Reiten gekommen.

Mit unserem ersten Gastpferd Lady, die als Notfall zu uns kam, da sie hochgradig dämpfig war, mußten wir aber auch die erste Erfahrung mit dem Tod eines Pferdes machen. Sie hat uns aber zumindest die Entscheidung abgenommen, indem sie eines Tages mit einem Hirnschlag plötzlich tot auf der Weide umfiel. Die erste Entscheidung zum Einschläfern eines Pferdes forderte Fabienne von uns, als es gesundheitlich einfach nicht mehr ging. Auch, wenn wir nun schon einige Pferde über die Regenbogenbrücke haben gehen lassen müssen, so ist es doch jedes mal wieder unheimlich schwer, ein Pferd loszulassen, mit dem man viele Jahre verbracht hat.

kleine Herde

Den Arabermix Amigo unserer Tochter Isabell, das Pferd Sandro unserer Tocher Yvonne, das ehemalige dämpfige Schulpferd Goltino als Gastpferd, die Shettys Kessy und Joschi unserer Töchter sowie die Reitponys Dublin und Rocko als Gastpferde durften wir einige Jahre begleiten und viel von ihnen lernen. So nach und nach mussten wir sie aber über die Regenbogenbrücke oder wie Joschi, Dublin und Rocko zu einem andern Stall gehen lassen. Geblieben sind nun aktuell das 25-jährige holländische Warmblut Quito einer Bekannten sowie meine 29-jährige Warmblutstute Fee. Mit ihnen dürfen wir hoffentlich noch einige Jahre verbringen und wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Welche Erfahrungen hast du mit deinem Pferd oder vielleicht sogar mit deiner Pferdehaltung sammeln dürfen? Schreibe uns doch etwas dazu, wir freuen uns darauf!


 


Kategorien: Hobbyranch aktuell

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