Das Blutgeschäft mit Stuten

Importverbot des Pferdebluthormons PMSG gefordert

Was haben trächtige Stuten mit der Schweinezucht zu tun? Dies fragen sich viele Menschen, die zum ersten Mal vom Leid tragender Stuten in Südamerika hören. Das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) ist die Verbindung dazu. Es ist in vielen teuren Medikamenten enthalten, die vor allem in der Schweinezucht großflächig eingetzt werden, um Sauen zeitgleich brünftig werden zu lassen und die Anzahl der Ferkel pro Wurf zu erhöhen.

Um das Hormon zu gewinnen, wird das Blut trächtiger Stuten benötigt, die dafür enorme Qualen und Schmerzen über sich ergehen lassen müssen. Regelmäßig werden ihnen unter brutalen Umständen bis zu 10 Liter Blut pro Woche entnommen - dies ist ein Viertel der Blutmenge, die ein Pferd normalerweise besitzt - und das über Wochen und Monate. Hinzu kommt, dass die Föten brutal abgetrieben werden, damit die Stuten bald wieder trächtig werden.

Angebundenes Pferd

Wie bereits der MDR berichtet hat, brechen viele Stuten nach der qualvollen Prozedur entkräftet zusammen und es wird geschätzt, dass 30% der Tiere diese Tortur erst gar nicht überleben. Auch die Netzfrauen haben vor einiger Zeit schon dazu informiert. Daher setzen sich viele Tierschutzorganisationen - darunter auch die Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN - dafür ein, den Import und die Verwendung von PMSG zu verbieten. Obwohl der Bundesregierung diese massiven Tierquälereien bekannt sind, ist der Import und die Verwendung von PMSG in Deutschland immer noch erlaubt.

Absurderweise kommt noch hinzu, dass PMSG neben einer Synchronisation der Brunst bei Sauen bewirkt, dass diese extrem viele Ferkel pro Wurf gebären, oft mehr als sie ernähren können. Je größer die Anzahl geborener Ferkel, desto höher ist aber auch die Anzahl extrem untergewichtiger Ferkel, die dann als „lebensschwach“ getötet bzw. erschlagen werden. Mit 1,3 Mio Einzelgaben pro Jahr alleine in Deutschland ist die Anzahl der Hormonbehandlungen außerdem sehr hoch.

Stute

Dies spricht einmal mehr gegen die Fortführung der Massentierhaltung, denn auf Bio-Betrieben und in den von VIER PFOTEN entwickelten „TIERSCHUTZ- KONTROLLIERT“ Richtlinien für Schweine ist der Einsatz von Hormonen verboten. Wir als Verbraucher können durch unser Konsumverhalten Einfluss darauf nehmen und somit auch dabei helfen, die Qualen der tragenden Stuten in Südamerika zu beenden. Nicht nur VIER PFOTEN sieht in extensiven Zuchtmethoden und alternativen Tierhaltungssystemen einen nachhaltigen, tiergerechten Lösungsansatz. Was machen diese Informationen mit dir und beeinflussen sie dein Konsumverhalten?

Quelle: VIER PFOTEN

„Gott schuf die Menschen und die Tiere. Er hat uns die Tiere anvertraut, nicht ausgeliefert!“



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